Auf in die Provence: Der Süden beginnt in Lausanne | railtour Reiseblog

  • 27.03.2026
  • Team railtour
Blühendes Lavendelfeld in der Provance | © Shutterstock 320733584

Die Provence gehört zu jenen Reisezielen, die man sofort mit Licht, Leichtigkeit und mediterraner Lebensfreude verbindet. Zwischen Meer, Weinbergen und historischen Dörfern entfaltet sich eine Region, die Kultur, Kulinarik und Natur auf besonders reizvolle Weise vereint. Hier schlendert man über Wochenmärkte voller regionaler Spezialitäten, entdeckt Weingüter und malerische Dörfer oder ist draussen unterwegs – zu Fuss, mit dem Velo, im Kajak oder am Wasser. Hügel, Garrigue und hoch gelegene Ortschaften prägen die Landschaft und machen die Provence zum idealen Ort für genussvolle Entdeckungen in gemächlichem Tempo.

Besonders schön zeigt sich die Region im Frühling und im Herbst: Die Temperaturen sind angenehm, das Licht ist weich, und vielerorts sorgen Märkte, Ausstellungen und Veranstaltungen für eine lebendige Atmosphäre. Für Reisende aus der Schweiz ist die Provence heute zudem so einfach erreichbar wie nie. Dank der direkten Verbindung des TGV Lyria gelangen Sie ab Lausanne oder Genf ohne Umsteigen nach Marseille, Avignon und Aix-en-Provence – ideal für ein verlängertes Wochenende oder ein paar sonnige Tage im Süden. Zwischen April und November verkehren die Direktzüge in der Vor- und Nachsaison von Donnerstag bis Montag, im Juli und August täglich. Die Fahrt dauert rund 3 Stunden 30 Minuten ab Genf und etwa 4 Stunden 30 Minuten ab Lausanne. Schon unterwegs verändert sich die Landschaft: Das Rhonetal weicht langsam Weinbergen, sanften Hügeln und jenem warmen mediterranen Licht, das den Süden Frankreichs so unverwechselbar macht.

Entspannt reisen – der Süden beginnt im Zug

Mit TGV Lyria beginnt die Reise nicht erst am Ziel, sondern bereits beim Einsteigen. Die direkte Verbindung zwischen der Schweiz und der Provence verbindet Komfort mit Gelassenheit und macht die Anreise selbst zum Teil des Ferienerlebnisses. Reisende wählen zwischen Standard und Première und geniessen an Bord komfortable Sitze mit grosszügiger Beinfreiheit und eigener Steckdose, kostenloses WLAN sowie ein Entertainment-Portal mit Filmen, Serien und Zeitungen. Auch kulinarisch ist die Reise stimmig: Die Bordverpflegung verbindet französische und schweizerische Einflüsse, das Menü ist online einsehbar und per Click & Collect direkt an den Platz bestellbar. Dazu kommen grosszügige Gepäckablagen, viel Bewegungsfreiheit und ein familienfreundliches Angebot mit Kinderbereich, speziellem Wagen 8 mit Spielzeug und einem Kindermenü. Besonders angenehm: Es gibt keinen Check-in, keine langen Sicherheitskontrollen und keinen Gepäckstress – stattdessen bleibt Zeit, sich zurückzulehnen und zuzusehen, wie die Alpen langsam in mediterrane Landschaften übergehen.

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Marseille: mediterrane Seele mit rauem Charme

Marseille, die älteste Stadt Frankreichs, besitzt eine Energie, die unmittelbar ansteckend wirkt. Lebendig, sonnendurchflutet und tief mit ihrer eigenen Identität verbunden, begeistert sie mit ihren kontrastreichen Vierteln, ihrer maritimen Atmosphäre und ihrer reichen Geschichte. Märkte, lokales Kunsthandwerk und die grosszügige mediterrane Küche prägen den Alltag, während Calanques, Gassen und Terrassen die Kulisse für eine Stadt bilden, die man am besten mit allen Sinnen entdeckt. Zu den grossen Höhepunkten gehört Notre-Dame de la Garde, der wohl schönste Aussichtspunkt über Marseille. Die berühmte Statue der «Bonne Mère» erstrahlt nach ihrer Renovation 2025 in neuem Glanz. Ebenso unverzichtbar ist der Vieux-Port, das lebendige historische Herz der Stadt, wo sich Einheimische und Besucher in entspannter Atmosphäre begegnen und jeden Morgen der Fischmarkt zum Stadtbild gehört. Wer Geschichte und Literatur miteinander verbinden möchte, besucht das Château d’If, die frühere Festung und das spätere Staatsgefängnis, das durch den «Grafen von Monte-Christo» weltberühmt wurde. Und für Naturbegeisterte ist der Nationalpark der Calanques ein eindrucksvolles Erlebnis: ein wildes, lichtdurchflutetes Küstenpanorama, das sich besonders ausserhalb der Monate Juli und August in ruhigerem Tempo entdecken lässt.

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Aix-en-Provence: Eleganz und provenzalische Lebensart

Aix-en-Provence steht für jene kultivierte, leichte Art zu leben, die man mit der Provence verbindet. Über 300 Sonnentage im Jahr, elegante Plätze, Stadtpalais und ein Alltag, der sich weitgehend draussen abspielt, verleihen der Stadt ihren besonderen Rhythmus. Aix erschliesst sich beim Gehen: beim Flanieren durch die Altstadt, beim Verweilen auf einer Terrasse, auf dem Weg zu einer Ausstellung oder bei einem Kaffee zwischen zwei Marktständen.

Nicht verpassen sollte man die farbenfrohen Märkte, die mit Obst, Gemüse, Blumen und Antiquariatsbüchern das tägliche Leben prägen. Ein kultureller Höhepunkt ist das Hôtel de Caumont – Centre d’Art, eines der schönsten Stadtpalais des 18. Jahrhunderts im Mazarin-Viertel, das bedeutende Ausstellungen grosser Meister vom 14. bis 19. Jahrhundert zeigt. Und natürlich gehört auch der Calisson d’Aix zu jedem Besuch: die traditionsreiche Süssigkeit ist weit über die Stadt hinaus bekannt und seit dem 15. Jahrhundert eng mit Aix verbunden.

Avignon: Geschichte und Kultur entlang der Rhône

Avignon verbindet Geschichte, Kultur und Natur auf besonders harmonische Weise. Die ehemalige Papststadt besitzt mit dem Papstpalast und der Pont Saint-Bénézet ein aussergewöhnliches architektonisches Erbe, das seit 1995 zum UNESCO-Welterbe zählt. Gleichzeitig ist Avignon eine Stadt des Theaters: Das berühmte Festival d’Avignon und zahlreiche Spielstätten verleihen ihr weit über die Sommermonate hinaus eine lebendige kulturelle Ausstrahlung. Die Maison Jean Vilar ergänzt dies mit der Dauerausstellung «Les Clés du festival».

Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt eröffnet die Île de la Barthelasse mit ihren 700 Hektar Natur einen reizvollen Kontrast zur historischen Stadt. Hier lässt sich spazieren, velofahren oder Kanufahren – stets mit schönem Blick auf Avignon. Besonders lohnend sind der frisch renovierte Rocher des Doms, der nach dem Besuch des Papstpalasts eine grüne Pause mit Aussicht bietet, eine Gourmet-Stadtführung mit Avignon Gourmet Tours inklusive lokaler Spezialitäten und Marktbesuch sowie eine Velotour über die Île de la Barthelasse mit einem Halt auf der Ferme de la Reboule für frische saisonale Produkte.

Eine wunderbare Slow-Travel-Destination

Mit der direkten Verbindung des TGV Lyria wird die Provence zur idealen Destination für ein verlängertes Wochenende ebenso wie für längere Ferien. Natur, Kultur, Gastronomie und Begegnungen gehen hier fliessend ineinander über und lassen sich in einem Tempo entdecken, das zur Region passt: zu Fuss, mit dem Velo, mit dem Zug oder ganz entspannt auf einer sonnigen Terrasse. Vielleicht beginnt der Süden tatsächlich schon früher – irgendwo zwischen Lausanne und Marseille, beim Blick aus dem Zugfenster.

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