Der Wiener Geschmack: Genusskultur für alle Sinne | railtour Reiseblog
- 28.08.2026
- Team railtour
Die Wiener:innen haben's gerne gemütlich. Dementsprechend behaglich sind die Wiener Beisl, die seit jeher solider Hausmannskost vom Schnitzel bis zum Kaiserschmarren servieren. Geschätzt werden auch die guten Tropfen aus den 600 Hektar Wiener Weingärten: Riesling, Weissburgunder und der Wiener Gemischte Satz, eine mit dem DAC-Gütesiegel ausgezeichnete Spezialität, bei der die Trauben von mindestens drei Weissweinsorten gemeinsam ausgepflanzt und gekeltert werden. Die Wiener Heurigenkultur, der Wiener Würstelstand und die traditionelle Wiener Kaffeehauskultur zählen zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
In Wien lässt sich in jedem Stadtteil Genussvolles finden, besonders am Naschmarkt mit seiner Vielfalt an internationalen Spezialitäten und Gastronomie. Zahlreiche kulinarische Events, vom Genussfestival im Stadtpark über den Wiener Weinwandertag bis zu Restaurantwochen, ergänzen das Angebot um weitere sinnliche Facetten.
Wiener Küche: Tradition mit Geschichte
Wien hat mit der Wiener Küche eine besondere kulinarische Identität: Die Wiener Küche ist die einzige Küche der Welt, die nach einer Stadt benannt ist. Sie ist authentisch und ein Alleinstellungsmerkmal, sie verbindet Einzigartigkeit und Tradition, wird aber auch kontinuierlich modernisiert und weiterentwickelt. Als einzigartige Ethnoküche ist sie geformt von den Einflüssen Böhmens, Ungarns, des Balkans und Italiens. Böhmische Köchinnen prägten die Wiener Küche im 18. und 19. Jahrhundert besonders. Sie arbeiteten in den Haushalten des Wiener Grossbürgertums und Adels und brachten die Gerichte und Rezepte aus ihrer böhmischen Heimat mit, die über die Zeit ein wesentlicher Teil der Wiener Küche wurden. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die typische Wiener Küche, wie wir sie auch heute noch kennen.
250 Jahre Albertina
Die Albertina besitzt nicht nur eine der grössten und wertvollsten grafischen Sammlungen der Welt, sondern präsentiert mit ihrer Schausammlung «Monet bis Picasso» Meisterwerke der Klassischen Moderne.
Die Albertina stellt in ihrer Schausammlung die spannendsten Kunstrichtungen der letzten 130 Jahre aus: vom französischen Impressionismus über den deutschen Expressionismus zur russischen Avantgarde bis in die Gegenwart. Monets «Seerosenteich», Degas «Tänzerinnen» und Renoirs «Mädchenbildnis» sind ebenso zu bewundern wie Gemälde von Beckmann, Chagall, Picasso, Malewitsch, Warhol und Katz.
Die Albertina feiert 2026 ihr 250-Jahr-Jubiläum. Im Zuge der Sonderausstellung Sammeln für die Zukunft wird zwischen 19.6. und 11.10. unter anderem Dürers Feldhase ausgestellt.
Vienna, Grand New
Das Themenjahr 2027 erzählt das imperiale Wien nicht als isolierte und historische Kaiserwelt, sondern als etwas, das in der Stadt bis heute weiterwirkt. Gemeint sind nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Hofburg, Schönbrunn und Ringstrasse, sondern auch Rituale, Haltungen und Alltagsformen, die aus der Donaumonarchie in die Gegenwart hineinragen. Wien erscheint damit nicht als historisches Bühnenbild, sondern als realer Stadtraum, in dem ein untergegangenes Imperium in Architektur, Kaffeehauskultur, Theater- und Konzertbesuchen, Sprache und urbanen Codes weiterlebt. Genau darin liegt die Stärke des Themas: Das bekannte Asset "Imperiales Wien" wird nicht nostalgisch aufgeladen, sondern zeitgemäss interpretiert.